Covid-19 Patienten und Lungenentzündung: ist Vermeidung und Prävention eine Möglichkeit, die Kurve der Verläufe zu flatten?

Bei der Infektion mit Covid-19 handelt es sich im Grunde immer um das gleiche Bild bei schwerer Ausprägung: beidseitige schwere Lungenentzündung. Die ist dann so schwerwiegend, dass das Organ nicht mehr genug Gase austauschen kann. Der Patient muss beatmet werden.

Das Problem der Lungenentzündung ist in der Pflege bekannt, wenngleich auch nicht durch dieses Virus. In der Pflege haben wir deshalb eine unserer Prophylaxen ganz allein auf die Prävention einer Lungenentzündung abgestellt.

Ein Problem der Pandemie für uns Pflegende ist, dass wir uns nicht international austauschen können/dürfen. In der Krise sprechen Ärzte und Politiker und Virologen. Durch die Stäbe ist dort Austausch garantiert. Doch Pflege sitzt nicht mit am Tisch, darum ist weder internationaler Austausch, noch interdisziplinärer Austausch möglich. Deshalb gibt es derzeit keine Informationen für uns, was die Mobilisation des Lungensekretes (vulgo Abhusten) angeht. Das ist bedauerlich, aber leider werden wir nicht als so wichtig erachtet, am Diskurs teilzunehmen und ihn mitzuführen.

Also haben wir uns Gedanken gemacht, und folgende These aufgestellt.

Es ist erstaunlich, dass insbesondere die Risikogruppe der älteren Patienten scheinbar die schwereren Verläufe durchleidet. Diese Risikogruppe ist uns aus unserer Arbeit nicht unbekannt. Es ist genau die gleiche Risikogruppe, der wir sonst besondere Aufmerksamkeit bei der Verhütung von Lungenentzündungen schenken.

Das liegt daran, dass insbesondere bei Krankheiten, die den Allgemeinzustand berühren (=Sich nicht wohl fühlen), verschiedene Faktoren dazu führen, in eine Lungenentzündung (Pneumonie) zu rutschen.
Die Leute mobilisieren sich nicht mehr aus dem Bett, stehen nicht mehr auf. Viele trinken viel zu wenig. Das Sekret staut sich, es wird nicht mehr abgehustet. Es folgt eine Entzündung.

Bezüglich Covid-19 Patienten wäre es also fraglich, ob diese Gruppe sich aktiv mit der Verhütung der Entzündung auseinandergesetzt hat. Wir vermuten nein. Das ist zu vermuten, weil Pflege in dieser Hinsicht im Laienkreis kaum bekannt ist.

Deshalb haben wir folgende Ratschläge, die Covid-19 Positive beachten und für sich durchführen können, um ggf. einer Entzündung entgegenzuwirken. Ob das hilft? Wir wissen es nicht, aber es schadet auf keinen Fall und ist auch nicht irgendein hirnrissiger Mumpitz.

Aufstehen

  • bitte legen Sie sich nicht wie bei einer Erkältung ins Bett. Wenn Ihr Zustand es auch nur annähernd zulässt, bleiben sie mit aufrechtem Oberkörper, mindestens aber 30 Grad, sitzen.
  • Heben Sie mehrmals täglich die Arme, um die Lunge weit zu machen. Atmen Sie tief ein und aus. Versuchen Sie, zu husten.
  • Sekret kann nur abgehustet werden, wenn Sie genug getrunken haben. Hat Ihr Arzt Ihnen keine Trinkmenge verordnet, trinken Sie bitte ausreichend Flüssigkeit, damit die Lunge überhaupt Sekret produzieren kann. Kann sie das nicht, verdickt das Sekret und Sie können es nicht mehr abhusten. Hoch die Tassen! Und zwar mit nichtalkoholischen Getränken, die Sie mögen.
  • Wenn Sie noch irgendwo ein altes „Pusteröhrchen“ haben, ist jetzt der beste Moment dafür. Stündlich wäre nicht übertrieben. Bitte stellen Sie es außer Reichweite anderer. Am Mundstück und auf dem Gerät selbst sitzen Keime aus Ihrer Ausatemluft.
„Pusteröhrchen“ Bild Wiki
  • Haben Sie kein solches Gerät, kann man sich anders behelfen: Pusten Sie durch Trinkhalme. Oder lassen Sie sich Luftballone mitbringen und pusten stündlich einen auf. Auch Trinkhalme und Ballons bitte außer Reichweite anderer lagern. Auch dort sitzen Keime von Ihrem Mund. Stündlich den gleichen Ballon aufpusten. Das ist sehr anstrengend, beugt aber Atelektasen vor.
  • Ab ans Fenster! Frische Luft ist wichtig. Lüften Sie auch Ihr Zimmer. Die alte Weisheit, man würde sich eine Lungenentzündung durch Verkühlen holen, ist völliger Quatsch. Die Lunge BENÖTIGT frische Luft. Und nein, auch „Zug“ macht Sie nicht krank. Jede Brise Luft hilft und beugt vor. Ab mit der Luft in die Lungen.
  • Nehmen Sie keine Hustenstiller. Husten ist das, was Sie schützt. Immer raus damit. Seien Sie froh über jeden Abhuster. Das Taschentuch bitte in Ihren persönlichen Müllbeutel, den Sie schließen (im anderen Blog sind Hygienetipps)

Wie immer gilt: hat noch jemand eine gute Idee, kann er sich gerne melden.

Wir hoffen, dass dieser Blog sich bald teilt und wir irgendwann als sich wichtig erachtet werden, das man uns internationalen Austausch erlaubt.

Bei Dyspnoe ist der Rettungsdienst zuständig

Bild im Header: Altenpflege.de

Edit: 24.3.: In den Kommentaren tummeln sich langsam aber sicher Ratschläge, die mit einer evidenzbasierten Pflege nichts gemein haben. Ich schalte keine Kommentare mehr frei. Weder sollten Sie Menschen abklatschen (denn gerade Menschen mit Krebserkrankungen können Sie dabei alle Knochen brechen), noch muss das „Virus in den Magen rutschen!“ Von irgendwelchen Influencern, die aus der Not der Leute nun ein Geschäft schlagen wollen, indem sie irgendwelches Zeug anpreisen, mal ganz abgesehen. Auch Inhalationen werden ich nie abnicken, denn weder kenne ich Ihre Angehörigen, deren Ausgangslage, noch die Hygienemaßnahmen und Geräte. Schlimmstenfalls inhalieren Sie das Virus tiefer in die Lunge. Das verantworte ich nicht.

Bitte haben Sie dafür Verständnis. Dieser Blog soll Ihnen helfen, nicht schaden.

89 Kommentare zu „Covid-19 Patienten und Lungenentzündung: ist Vermeidung und Prävention eine Möglichkeit, die Kurve der Verläufe zu flatten?

      1. Es hört sich für mich absolut schlüssig an! Das Einfache ist manchmal nicht zu unterschätzen. Wenn man allein zuhause damit konfrontiert wird, dann ist es ein gutes Gefühl, wenn ein paar Richtlinien den Weg vorgeben können. Es ist ein Anfang und ich finde, das ist eine ganze Menge!

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      2. Toll, dass ihr umfassend informiert 😊.
        Noch ein Tipp, sofern es ins Konzept passt : wenn jemand zuhause einen pariboy hat, gerne mit Kochsalz Lösung inhalieren (Apotheke). Das „spült“ die Bronchien und fördert auch das abhusten

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      3. Aber wer weiß ich glaube das ist sehr hilfreich. Denn in italien liegen die Patienten auf dem Bauch damit sie besser atmen können. Und trinken, das weiß man wenn man bronchiale Infektionen hat soll man da auch um alles flüssiger zu halten .ich habe sogar ein inhalier Gerät, ist es auch sinnvoll mit Kochsalzlösung zu inhalieren?

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      4. Ich habe eine Person zur Pflege Zuhause – sie ist geimpft gegen Lungenentzündung – hat sie damit auch Schutz gegen covid 19? Wäre dankbar für eine Antwort! Lg

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      5. Im Allgemeinen ist diese Impfung auf Pneumokokken bezogen. Gegen das Virus existiert kein Impfstoff bislang. Wenn meine Information richtig ist, erhofft man sich ggf. mildere Verläufe. Für genaue Informationen wenden Sie sich diesbezüglich an Ihren Arzt.

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  1. Der Beitrag ist klasse!

    Bis auf das:
    „Ein Problem der Pandemie für uns Pflegende ist, dass wir uns nicht international austauschen können/dürfen. In der Krise sprechen Ärzte und Politiker und Virologen. Durch die Stäbe ist dort Austausch garantiert. Doch Pflege sitzt nicht mit am Tisch, darum ist weder internationaler Austausch, noch interdisziplinärer Austausch möglich. Deshalb gibt es derzeit keine Informationen für uns, was die Mobilisation des Lungensekretes (vulgo Abhusten) angeht. Das ist bedauerlich, aber leider werden wir nicht als so wichtig erachtet, am Diskurs teilzunehmen und ihn mitzuführen. (……) Wir hoffen, dass dieser Blog sich bald teilt und wir irgendwann als sich wichtig erachtet werden, das man uns internationalen Austausch erlaubt.“

    Oh, nein….. Der fehlende Austausch ist in der Tat ein Problem, aber da warten wir doch nicht auf eine Erlaubnis! Natürlich dürfen wir! Wer verbietet das? Wer hindert uns daran, Literatur und Experten zu dieser Frage zu suchen?
    Fragen Sie Ihre Bachelorabsolventen, die „Studierten“ können hier zeigen, was sie an der Hochschule gelernt haben.
    Und wenn die Krise vorbei ist, ganz generell:
    Wer hindert uns daran, Konferenzen zu besuchen und uns zu vernetzen?
    Es fehlt bisher an einer Kultur des Austausches, und des internationalen erst recht, aber auch da müssen wir nicht auf Erlaubnis warten. Gehen Sie auf Kongresse, bilden Sie Netzwerke. Suchen Sie sich Kollegen und Chefs, die das unterstützen und fördern. Wann sonst, wenn nicht jetzt?

    Den Erfolg dieses Vorgehens kann man in den USA besichtigen: Pflegefachkongresse mit hunderten Pflegefachkräften aller Qualifikationsstufen mit ausschließlich pflegewissenschaftlichen Fachreferent/innen. Die fragen nicht, ob sie dürfen, die machen, und das ist richtig gut. Das können wir auch!

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    1. Ich denke, es ist auch ein Problem mit der Arbeitszeit und den Kosten. In den Berufen, in denen internationaler Austausch einfach zum Job dazugehört, ist es Arbeitszeit und wird bezahlt. In meinem früheren Beruf habe ich regelmäßig mit Kollegen aus anderen Ländern telefoniert, gemailt, wir hatten Videokonferenzen (eben während der Arbeitszeit) und ich war persönlich mehrfach in zahlreichen Ländern auf 3 Kontinenten. Ich glaube kaum, dass ich das nach der Ausbildung zur Pflegefachkraft nochmal schaffe.

      Aber ich will Dir nicht grundsätzlich widersprechen. Warten, bis man ein freundliches Angebot und/oder eine Erlaubnis bekommt, ist sicher nicht zielführend.

      Sie schreiben: „Suchen Sie sich Kollegen und Chefs, die das unterstützen und fördern. „. Es interessiert mich wirklich: Gibt es solche Chefs in der Pflege?
      ………………..
      P.S.: Ich habe Deine (Monjas) Seite vor ein paar Tagen durch einen Auszug und Link auf den Nachdenkseiten entdeckt. Bin froh, dass ich darauf gestoßen bin. Sehr interessant.

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      1. Ja, es gibt solche Chefs. Wobei nach meiner Erfahrung es oft eher die Ärzte sind, die kapiert haben, welchen Nutzen gut qualifizierte Pflegekräfte haben und deren Fort- und Weiterkommen unterstützen. Auch finanziell. Dann gibt es Stiftungen, z.B. die Robert-Bosch-Stiftung, die sich schon seit Langem dieser Aufgabe verschrieben haben.
        Und ja, das ist ein Problem mit der Arbeitszeit und den Kosten, wir haben in Deutschland eine der weltweit schlechtesten Nurse-Patient-Ratios. Und ja, unsere Versorgung ist auf Kante genäht. Wenn man dann permanent mit Leben retten beschäftigt ist, kommt man nicht zum Nachdenken, selbst wenn man wollte. Dann noch nebenbei Zeit für Austausch zu finden, ist eine Herausforderung.

        Es ist aber auch eine Frage der Haltung. Es gibt eine Arbeit, in der untersucht wurde, was die Implementierung von Forschungswissen in die Praxis hindert (Schubert/Wrobel 6/2009 Printernet, S.343ff). Neben fehlenden Englisch- und Recherchekenntnissen (lernt man halt nicht in der Pflegeausbildung) war einer der drei am häufigsten genannten Gründe „Pflegende haben den Eindruck, dass sie nicht genügend Befugnis besitzen, um Pflegehandlungen zu verändern“. Und das ist eine Kopfsache. Zu 1. und 2. Wenn ich nicht weiß, wie und wo man recherchiert, komme ich nicht auf die Idee, das zu tun (die Studierenden lernen das und können Evidence Based Nursing, wenn sie fertig sind). Und zu 3. Wenn ich glaube, ich darf nichts, dann versuche ich es gar nicht erst. Das ist das, was ich mit meinem Kommentar meinte.

        Eine alte Regel aus der Organisationsentwicklung besagt, dass 20% dafür und 20% eh dagegen sind. Wir sollten uns nicht mit den Gegnern aufhalten, sondern gemeinsam mit den Befürwortern die 60% Unentschlossenen überzeugen. So dass sich irgendwann auch in der Pflege die Erkenntnis durchsetzt, dass internationaler Austausch dazugehört. Und für die Öffentlichkeit: dass Pflege mehr und was anderes ist als A… a…. (was im Übrigen auch nicht unanständig ist)
        Bleibt gesund!

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      1. Haben Sie sich mal gefragt, ob das nötig ist, für dermaßen nebensächliche Diskussionen jetzt ein Fass aufzumachen? Ob das nötig ist? Ich krieg nämlich jedesmal Nachrichten

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  2. Ich bin zwar nicht vom Fach, habe aber eine chronische Bronchitis, seit ich am Autobahnzubringer wohne. Die habe ich inzwischen prima im Griff mit Rotlichtsitzungen, bevor ich mich ins Bett lege. Sie lösen und wirken sowieso einer Entzündung entgegen. Tatsächlich habe ich auch schon bemerkt, dass sich Flöte spielen positiv bemerkbar macht. Das ersetzt scheinbar das Röhrchen 😉

    Vielen Dank für die guten Ratschläge! Die sind super!
    Bin auch der Ansicht, dass Pflege mit an den Tisch gehört. Alles andere ist dumm und ignorant!
    Elisabeth

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      1. Vielen Dank für die Nachfrage. Ja, nach meinen Erfahrungen mit dem Wohnen in verschiedenen Gegenden in Deutschland ist das wohl so. Als Kind im Ruhrgebiet hatte ich es immer. Ist schon ewig her. Da gab es noch Zechen. Ich habe ein paar Luftreiniger für die Steckdose, aber nichts Komfortables, denke aber, es würde auch nicht so viel bringen, oder ich müsste den Reiniger ständig laufen lassen, weil es hier viel Staub in der Wohnung gibt (aus dem Lüftungsschacht im Bad). Habe auch noch einen Befeuchter mit Ionisierung. Den möchte ich aber nicht dauernd in Betrieb haben. Luftfeuchtigkeit wirkt nicht positiv. Jetzt habe ich es auch so im Griff, weil mein Immunsystem sich auch wieder ganz gut aufgerappelt hat. Es ist nur noch latent vorhanden. Ist so ganz OK.

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  3. Ein wunderbarer Beitrag, den hoffentlich sehr viele lesen.
    Was vielleicht auch noch ganz nützlich ist: bei vielen älteren Menschen fehlen (oft auch ernährungsbedingt) wichtige Vitalstoffe, die für ein starke Immunsystm wichtig sind. Begleitend wäre eine Vitalstofftherapie / Orthomolekulartherapie sicher förderlich. Diese neuen Therapieansätze werden inzwischen auch immer öfter bereits in der Geratrie sehr erfolgreich eingesetzt.

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    1. Das ist ein wirklich schwieriger spezieller Handgriff. Beherrschen Sie ihn nicht, verletzen Sie die Nieren, setzen blaue Flecken und bei verschiedenen Patienten können sogar Rippen und Wirbelsäule brechen.
      Unser jahrelang erlerntes Wissen lässt sich im Blog nicht vermitteln, zumal der Nutzen fragwürdig ist.
      Long story short: nein

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    2. Es ist ein Hohlhandklopfen, was sehr hilfreich ist und auch keine neue Erfindung. Früher wussten es schon unsere Mütter und Oma’s, dass das Abklopfen ein Abhusten erleichtert.

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      1. Asthmatikern zeigt man Techniken die das Abhusten des verklebenden Sekrets erleichtern. So z.B. Aufrecht auf einen Tisch sitzen und den Oberkörper 90 Grad zur Seite drehen, den Kopf wenns geht, noch etwas mehr -und dann husten. Durch die Drehung fliesst das Sekret offenbar besser raus.

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  4. Hervorragende Methode um die Lunge auch gut zu belüften ist LACHEN🙂! Gerade in Zeiten wie diesen nicht immer einfach, aber genau jetzt. LACHEN entspannt die Muskulatur, belüftet die Lunge und vertreibt trübe Gedanken.

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  5. Ich finde das ist ein sehr guter Beitrag

    als regelmässige Blasmusiker (72) sind auch wir uns der Funktion der Lunge

    bewusst, die Atemwege werden gestärkt.

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  6. *Langes Einatmen durch ein Nasenloch ( das andere zuhalten) und dann mit locker geschlossenen Lippen durch den Mund ausatmen. *Man kann beim Ausatmen auch brummen oder einen tiefen O Ton produzieren. Durch die Vibration wird z.B. eine Schleimlösung bewirkt.
    *Bei der sogenannten Kontaktatmung, bei der man seine Hände entweder auf den Bauch legt, oder an die Rippen oder auf das Brustbein, kann man sich selbst noch die Atembewegung bewusster machen und sich vorstellen, die Luft solle bis zu den Händen strömen. Auch hierbei durch die Nase ein und durch den locker geschlossenen Mund ( Lippenbremse) wieder aus.

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  7. Nochmal zum Pari: habe ich das richtig verstanden, dass gegen den nichts spricht, wenn entsprechende gute Hygiene aufrecht erhalten werden kann?

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  8. Ich bin nicht vom Fach, habe aber mit einem ehemaligen Frühchen eine Reihe von Pneunomien mitgemacht. In Israel hat mir eine Physiotherapeutin gezeigt, wie man den Rücken mit der zum Becher geformten hohlen Hand systematisch abklopft (kann der Mensch also nicht allein machen), um das Abhusten zu erleichtern. Das ist schon eine Weile her, vielleicht veraltet, aber was sagen deutsche Fachleute aktuell dazu? (pulmonary drainage – clapping heißt die Methode auf Englisch)

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  9. Hatte vor 3 Tagen Atemnot. Viel gehustet, Yoga gemacht (vor allem Oberkörper mobilisiert) und für Frischluft gesorgt. Es wird besser 🙂

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  10. Bin gerade mit Atemproblemen zuhause und versuche soviel wie möglich aufrecht zu sitzen, zu trinken, lüften usw. Das hier angesprochene Mobilisieren vom Oberkörper schaffe ich kaum, da ich meist stechende Schmerzen im Brustkorb beim Atmen und Bewegen habe. Hebe ich z.B. die Arme tut es besonders weh. Ich habe dann Angst, alles noch schlimmer zu machen, weil der natürliche Reflex ja Schmerz vermeiden ist und mir jeder sagt „schon dich bloß“… wie ist das also mit Schmerzen, kann ich da was „kaputt“ machen? 😮

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      1. Getestet werden soll ich bisher nicht, ist wegen der Kapazitäten gerade gefühlt unmöglich wenn man nicht sicher von einem Kontakt weiß. Mein HA spekuliert erstmal auf schwere Bronchitis und ich bekomme Roxi 300 und Ambroxol. Ich hoffe es ist ok, dass ich dennoch einfach mal in den Kommentaren nachgefragt habe, weil der Artikel echt interessant war und ich ein wenig verunsichert! 😅

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      2. Es ist alles ok.
        Wenn Du keine Luft kriegst, MUSST Du den RTW holen.
        Von hier, ohne dich zu sehen, abzuhören und zu untersuchen kann ich Dir nichts raten, weil ich weder eine Anamnese habe, noch sonst etwas.
        Ich kann nichtmal deinen Husten hören.
        🥺

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  11. Hallo, ich arbeite selber in der Pflege, daher kann ich all dem nur zustimmen. Aber warum wendet ihr euch damit nicht an die Presse, TV, die ganz großen von denen.

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  12. Danke vielmals für diesen enorm wertvollen Artikel ! Gibt es derzeit bereits Forschungen und Ideen zum Thema Reduktion Luftverschmutzung & Milderung der Verläufe, Verbesseurung der Prävention – als Asthmatikerin bin ich schon länger darauf sensibilisert – müsste man das nicht noch stärker thematisieren, dass wir nun alle möglichst auf unnötige Fahrten verzichten sollten (also sicher nicht mit dem Auto/dem Motorrad in die Natur oder zum Einkauf ums Eck fahren, sondern das Auto nur für nicht mit dem Velo machbare Lieferungen oder Fahrten für die medizinische Grundversorgung einsetzen) und für kürzere und mittlere Distanzen zu Fuss gehen (genug Abstand) oder mit dem Velo (langsam und vorsichtig fahren und mit Helm). Dies damit alle welche an auch jetzt noch stärker befahrenen Lagen wohnen, auch auf dem Balkon im Garten oder ums Haus die hier empfohlenen Atemübungen machen können in den nächsten Wochen – auch das einm zwei Stunden zu Fuss gehen oder langsam Velofahren selber trägt zur Stärkung der Lunge bei. Und bei den Vorerkrankungen (Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf) spielen beide Aspekte ebenfalls eine grosse Rolle (hierzu gibt es ja wissenschaftlichen Konsens). Mir scheinen diese Zusammenhänge jedenfalls derzeit aus medizinischer Sicht noch wenig thematisiert, aber auch dies scheint mir so etwas sehr selbstverständliches, einfaches, wirksames, das zu oft vergessen geht, was meinen Sie ?

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  13. Lieben Dank für diese Hinweise. Ich habe sie auf Facebook auch gern weitergegeben. Eine Mutter von Kindern mit Mukoviszidose bestätigte aus ihrer Erfahrung die Wirksamkeit der Übungen. Jemand Übervorsichtiges mahnte aber das Fehlen eines Impressums auf dieser Seite an (wozu man ja verpflichtet ist). So von wegen Zweifeln an der Seriosität und Sorge vor Fake-News. Vielleicht eine Anregung, es nachzutragen? Oder ist es bloß versteckt?

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  14. Ich häng mich immer über die Tasse, wenn ich mir einen Lavendel-Thymiantee koche und atme die Dämpfe ein, das tut gut und ist sicherlich auch nicht unsteril? Vielen Dank für die Tipps, ich hoffe ich brauche sie nie für den Notfall. Außerhalb des Notfalls kann es natürlich auch nicht schaden genug zu trinken, Atemübungen zu machen, Luftbalons auszupusten und zu lüften bzw. an die frische Luft zu gehen.

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    1. Was Sie persönlich tun, darauf habe ich keinen Einfluss. Bedenken Sie bitte, dass hier auch Menschen mitlesen, die immobil sind. Pflege befürwortet solche Maßnahmen nicht, weil die heißen Getränke kippen können. Dan haben Sie nicht nur Atemnot, sondern auch schwere Verbrennungen! Das ist es nicht wert.

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  15. Ich habe ein sleep apnea Gerät und frage mich of ich das aus hygenie Gründen jetzt absetzen soll, ich schlafe ohnehin nicht sehr gut damit

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      1. Danke – die Beiträge Hygiene betreffend haben mich verunsichert
        Erde mich mit meinem Arzt absprechen

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  16. Danke, für die guten Ideen.
    Mein Mann und ich (Beide über 70) sind gegen Lungenentzündung geimpft. Sind wir da auf der
    eher sicheren Seite?

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  17. Guten Tag Frau Schünemann! Ich finde diesen Artikel sehr wertvoll (habe 2017 selbst eine Lungenentzündung gehabt). Ich würde den Artikel gerne zunächst ins Italienische übersetzen und an mehreren Stellen zur Verfügung stellen, natürlich mit Link zu diesem Blog. Es wäre ev. gut, sich kurz per E-Mail zu vernetzen, um die korrekte Namensnennung usw. abzusprechen. Ev. hätte ich auch Kollegen, die sich um andere Sprachen kümmern. Vielleicht erreichen wir ja einen internationalen Austausch. Meine E-Mail-Adresse haben Sie ja durch diesen Kommentar. Velen Dank!!!!!

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  18. Danke fuer den super Artikel, bin eine Pflegekollegin aus Österreich und würde diese Tipps gerne weiterverbreiten, is das erlaubt?

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  19. Danke für den super hilfreichen Artikel! Nicht nur für ältere Patient*innen, auch für jüngere wie mich. Ich habe Verdacht auf COVID-19, bislang aber zum Glück nur sehr leichte Symptome und bin drum auch nicht getestet. Habe aber vorgestern und gestern beim Atmen gemerkt, dass da etwas schon nicht so gut ist … gestern Abend Yoga mit Schwerpunkt Atemübungen gemacht, seitdem geht es mir wesentlich besser und ich huste (vorher hatte ich keinen Husten). War wohl intuitiv die richtige Entscheidung!

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  20. Hi!
    Ich danke für den Blog und möchte gern wissen, ob es dich/euch auf Twitter gibt? Da sind viele Menschen die lesen wollen was ihr/du zu sagen habt!
    Lg Ingrid

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  21. Gibt es irgendwelche Tipps für Menschen, die nicht produktiv husten können?
    Im speziellen Fall bei einseitiger Stimmbandlähmung und folgend unvollständigem Stimmritzenschluss, wodurch die Hustenstöße auch bei mobilem Sekret nur mäßig bzw. kein Sekret fördern.
    Betrifft mich persönlich. Bonchtiden sind deshalb seit dieser Komplikation immer eine sehr langwierige Angelegenheit.

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  22. Habt ihr mal hierhin Kontakt aufgenommen? Könnte gut dazu passen:

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  23. Fazit: gefährliches Halbwissen!

    Nur zur Vorbeugung zu empfehlen!

    Bei Lungenbeschwerden sofort zum Arzt!

    Prof. Drosten (Berlin) aus dem NDR-Podcast

    Denn diese Patienten, selbst wenn sie
    noch nicht ins Krankenhaus gehen, da muss im
    Prinzip der Hausarzt wenigstens mal alle zwei Tage
    anrufen und fragen: Wie ist es mit der Luft? Wir
    wissen inzwischen – das sagen mir Intensivmediziner,
    die sich auskennen – diese Erkrankung kann zu lange
    zu Hause ausgesessen werden. Also es kann sein,
    wenn man schlechter und schlechter atmet, dass man
    im Prinzip eigentlich schon im Krankenhaus hätte
    sein müssen und zu lange zu Hause auf dem Sofa
    sitzt. Und wenn man dann ins Krankenhaus kommt,
    dann hat man plötzlich eine Situation, wo man fast
    schon beatmet werden muss, auch wenn man noch
    rumläuft und sagt: Ach ja, ich setze mich mal hierhin
    und Moment, ich hänge mal meine Handtasche hier
    auf. So ein Patient, wenn man dann die Lunge
    anschaut, zum Beispiel im CT oder so, dann sieht das
    zum Teil schon ganz schön dramatisch aus…

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  24. Hallo!
    Zuerst für die guten Tipps ein herzliches Dankeschön! Das klingt alles sehr logisch und leicht anwendbar.
    Besonders begeistert hat mich der fast durchwegs vorhandene positive Stil der meisten Posts und auch die fundierten Antworten darauf. Überkritische Besserwisser gibt es leider immer und überall!

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  25. Meine Frage zu Fieber: So wie ich es bisher verstanden habe, ist Fieber eine normale Abwehrreaktion des Körpers. Wenn also Fieber, zum einen generell und zum anderen im Besonderen mit Covid-19 auftritt, inwiefern bwz. ab wann wäre es nötig, fiebersenkende Mittel zu nehmen? Oder wann sollte man auf jeden Fall zum Arzt? Was immer der dann auch machen kann…. Gibt es da eine pauschale Antwort?

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  26. Danke für die guten Tips.
    Arbeite bei Menschen mit einer Geistigen Behinderung ,das aktive Ausatmen mit den Tips weiter oben können wir schlecht mit den Menschen Durchführung, gibt es hier pflegerisch gut durchführbare Maßnahmen.

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  27. Guten Tag und Danke für die guten Tips!
    Ich wache fast jeden morgen mit relativ viel Schleim im Rachen auf (ab und zu auch verstopte Nase) – allerdings bin ich nicht erkältet! Der Schleim ist relativ schwer abzuhusten (räuspern). Tagsüber habe ich keine Probleme. Dieses Phänomen habe ich schon seit +/- einem Jahr.
    Zusâtzliche Info: ich bin 65 J und benutze nachts einen Ventilator (wg Apnoe)
    Ich war deswegen noch nicht beim Arzt – jetzt frage ich mich natürlich ob ich evtl. besonders anfällig für Covid19 sein könnte.
    Muss ich mir Sorgen machen?

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  28. Hallo Frau Schünemann,
    vielen Dank für diesen Post zur Verbeugung eines schlimmeren Verlaufes.
    Hätte auch eine Frage.
    Eine Zahnärztin hat mir geraden, bei einer möglichen Infektion mit
    Betaisodonna, einem antiseptischen Mittel zu gurkeln.
    Aber nur, wenn man nicht gegen Jod allergisch ist.
    Würde Keime abtöten, oder zumindest reduzieren.
    Was denken sie darüber ?
    Liebe Grüße und bleiben sie gesund.

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