Pflege: Der Hampelmann der Ampel, man. Oder: was ist eigentlich ein „sozialer hoher Preis“, Herr Lindner?

Anne Wills Talkshow gestern, bei der Vertreter aller Parteien anwesend waren, war wie ein Unfall. Man konnte nicht hinsehen, man konnte nicht wegsehen. Die Luftwaffe fliegt Beatmete durch das Land, in München wird, wen es erwischt, ins nächste Krankenhaus gefahren – nach Italien! Und da sitzen also die, die unser Land führen und sind sich nur in einem einig: niemand ist schuld an dem, was da passiert.

Impfen reicht nicht mehr. Das Schlimmste kann nicht mehr verhindert werden. Jeden Tag, den wir länger warten, einen Lockdown zu verhängen, werden wir mit zwei Tagen mehr Lockdown bezahlen müssen. In der Nachbarsendung verrät derweil Drosten, er sei sehr besorgt. Einen Lockdown aber, den hält Lindner für einen „zu hohen sozialen Preis“, Baerbock lobt nochmal die Pflege. An die müsse man ja denken. Sonst habe man ja kein Gesundheitssystem mehr.

Ich weiß nicht, in welcher Realität man lebt, in welchem Paralleluniversum, in dem Blumen blühen, wenn man sich 10 Tage Zeit lassen will, mal zu entscheiden, sich beraten zu lassen. Ich weiß aber, wie es hier aussieht, in dieser Realität, in der meine Kolleg*innen leben. Und ich möchte Ihnen mal verraten, was ein „hoher sozialer Preis“ ist.

Fast meine gesamte Timeline hat von der ersten bis zur dritten Welle durchgehalten, an Patienten gearbeitet, die Corona negiert haben. Fast meine gesamte Timeline wurde geschlagen, bespuckt, bedroht. Fast meine gesamte Timeline ist derzeit wegen Depressionen krankgeschrieben. Reaktive Depressionen auf die Überlastung der letzten anderthalb Jahre. Bei vielen ging die Familie deshalb in die Brüche, es drohen Scheidungen. Kinder sind betroffen.
Das ist ein hoher sozialer Preis für eine verfehlte Politik!

Die meisten kennen nur noch zwei Welten. Dienst oder ausruhen für den nächsten Dienst. Ein Leben dazwischen, zum Durchschnaufen, gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch funktionieren. Die meisten haben Kinder. Ungeimpfte Kinder in nicht gesicherten Einrichtungen. Die meisten leben deshalb in Angst. Angst um ihre Kinder. Weil die Betreuungslage so desaströs ist, wie alles im Gesundheitswesen, werden viele von ihren Großeltern versorgt. Das bedeutet 24/7 Angst. Angst um die eigene Familie, während man Menschen, die nicht glauben, dass sie sich an der Bekämpfung der Pandemie beteiligen müssen, pflegt. Während einem freie Tage gestrichen werden. Während man die eigenen Kinder kaum noch sieht. Seit zwei Jahren.

Das nenne ich mal einen hohen sozialen Preis!

Während die meisten Ungeimpften unbehelligt durch die Welt jetten können und „enjoy my life, YOLO“ spielen, drohen meinen Kolleginnen Abmahnungen, wenn sie sich weigern, einzuspringen. Urlaub zur Erholung wird gestrichen. Auch unter Androhung von Abmahnung. Das ist gesetzlich nicht legal, aber wen interessiert das schon? es hat ja nie jemanden interessiert, dass das Rechtssystem hinter Klinikmauern nicht funktioniert. Dass da Arbeitszeit- und -schutzgesetze ausgehebelt werden, jeden Tag, dass das Recht auf Unversehrtheit Pflegender da keinen Pfifferling wert ist, dass jede zweite dort Gewalterfahrungen macht. Also was solls? Untergrenzen werden ausgesetzt, die Leute verbrannt und verheizt, Sterben im Akkord. Und Schwurbler salbadern was von Freiheit.

Das nenne ich einen hohen sozialen Preis.

Wir haben eine unterschiedliche Vorstellung davon, was ein sozialer hoher Preis ist. Die Wirtschaft soll brummen, koste es, was es wolle, sogar Leben. Panem et circenses. Deshalb müssen Fußballspiele sein, während meine krankgeschriebenen Kollegen ihr Leben lang unter Depressionen leiden werden. Auch Depressionsbehandlungen sind teuer. Aber das ist egal. Nach allem wird man versprechen, für Pflege nun wirklich was zu tun – bald. Und währenddessen füllen die ja brav die PPR 2.0 aus, in der Hoffnung, dass sie dann mehr Personal bekommen. Personal, das es schon vor 30 Jahren bei PPR 1.0 nicht gab. Personal, das jetzt scharenweise aus dem Beruf flüchtet.

Den sozial hohen Preis bezahlt ihr nicht. Den zahlen Pflegende mit den massivsten Einschränkungen in ihrer Gesundheit und ihrem Leben.

Der angebliche Berufsethos wird ausgenutzt, ausgewrungen, drauf rumgetrampelt und weiter liebe Worte benutzt. „Wir müssen was tun“ ist der Ampel-Sprech für „wir haben verstanden“.

Es hat sich nichts geändert.

Impfskepsis. Den Preis der Deprofessionalisierung der Pflege zahlt nun die Gesellschaft ohne es zu wissen

Die Infektionszahlen explodieren in Deutschland und die einzige Möglichkeit, die Welle zu brechen, wäre eine Erhöhung der Impfquote. Doch ausgerechnet hier liegt Deutschland hinter dem Bedarf zurück. Nur 67,9% der Bevölkerung sind derzeit vollständig geimpft und nun stehen die Booster-Impfungen an. Das Land ist gespalten. Gespalten in die, die sich impfen lassen oder ließen, und in die, die der Impfung skeptisch gegenüberstehen, sie ablehnen und die Fakten über das Virus nicht akzeptieren können oder wollen.

Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Frage, woher die Skeptiker ihre Informationen nehmen. Die meisten Fehlinformationen grassieren dabei in den Weiten des Internet und auf den Sozialen Medien, wo sich in die  Fakenews auch Verschwörungstheorien mischen, wie die, dass sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens unter Gullideckeln versteckt halten und Passanten beim Drüberlaufen die Impfung heimlich in die Wade geben würden. Viele Informationen, wie diese, sind dabei an Absurdität nicht zu überbieten, andere schlichtweg falsch. Doch warum eigentlich glauben die Leute das Unglaubliche? Und weshalb glauben sie es in anderen Ländern nicht?

Die Verarbeitung von gesundheitsrelevanten Informationen und deren Umsetzung in das eigene Leben wird Gesundheitskompetenz genannt. Im Englischen ist das Wort präziser, dort heißt sie Health Literacy und bezeichnet die Literalität im Umgang mit gesundheitsspezifischen Orientierungsmöglichkeiten. In Deutschland ist sie sagenhaft schlecht. Seit Corona noch schlechter. Mehr als die Hälfte der Deutschen (55,9%) sind nicht in der Lage, Informationen diesbezüglich einzuordnen. Das hat Folgen. Behandlungsanweisungen werden nicht befolgt, die Sicherheit bleibt auf der Strecke, viel öfter muss ins Krankenhaus eingewiesen werden. 

Vor diesem Umstand verwundert es also nicht, dass Informationen, die im Netz präsentiert werden, und seien sie noch so absurd, leichter geglaubt werden, als die noch einfachere Wahrheit: wir müssen uns impfen lassen und das ist für die meisten Menschen unproblematisch.

Deutschland zahlt in der Pandemie dafür einen hohen Preis an Leben. Rein rechnerisch stürzt täglich ein Flugzeug über uns ab, so viele Menschen sterben täglich an der Coronainfektion. Doch auch die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen zahlen einen  hohen Preis. Sie sind überlastet, ausgebrannt, erschöpft, können seit Monaten nicht mehr. Wieder soll nun das Arbeitszeitgesetz ausgesetzt werden, 12-h-Schichten sind wieder möglich. Wie schon in der ganzen Pandemie baden die Gesundheitsberufe die Suppe aus, die eine verfehlte Gesundheitspolitik ihnen jahrzehntelang eingebrockt hat. 

Das Paradoxe an der Situation ist aber, dass die Gesundheitsberufe die Suppe doppelt auslöffeln müssen. Jahrzehntelang hat man ihnen in der beruflichen Entwicklung Steine in den Weg gelegt. Anders als in vielen anderen Ländern in Europa, ist den Menschen in Deutschland kaum bekannt, dass Pflege wesentlich mehr kann, als nur in Kliniken und in der Langzeitpflege tätig sein. Andere Länder, und zwar die, mit der wesentlich besseren Health Literacy, setzen die Kompetenzen der Pflegenden, die diesen Beruf studiert und nicht gelernt haben, ein, um Prävention zu betreiben. Anderswo sind Pflege und Medizin nicht Reparaturtätigkeit, sondern werden dazu genutzt, die Gesundheitsvorsorge des Einzelnen zu unterstützen. Sogenannte Quartierpflege oder Community-Health-Nurses haben in diesen Ländern die Aufgabe, den Einzelnen bei Entscheidungen zur Erhaltung seiner Gesundheit zu empowern und ihnen auch durch Auf- und Erklärung Hilfestellungen zu geben. Die Zahl an Menschen, die sie dabei betreuen, und zwar weit vor dem Eintreten eines gesundheitlichen Problems, ist dabei dermaßen überschaubar, dass sich ein Vertrauensverhältnis zwischen den Gesundheitsberufen und denen, die sie betreuen, aufbaut. Die Nurse ist die, zu der man geht, die, die Zeit für ein Gespräch hat, die, die Rat weiß. 

Über all diese Dinge verfügt jedoch unser Land nicht. Wir sind pflegerisches Entwicklungsland. Und das so sehr, dass gestern, als bei Anne Will die Frage aufkam, wer eigentlich impfen könne, lieber der Tier- und der Zahnarzt genannt wurde, als die, die täglich Spritzen setzen: Pflegende. 

Bei wenig zeigt sich der pflegerische Blinde Fleck des Landes so sehr wie bei dem Zusammenhang zwischen der verfehlten Professionalisierung der Pflegeberufe und der kaum einzudämmenden Entwicklung der Pandemie. Jetzt, in der Pandemie, wo persönliche Kontakte, Gespräche, medizinisches Vertrauen und Hilfe bei der Gesundheitskompetenz wichtig gewesen wären, bricht Corona in die gesundheitspolitische Lücke ein, die die Politik dem Land wie eine Wunde zugefügt hat. 

Was Pflege könnte, welchen Zugewinn an Lebensqualität und -sicherheit dieses Land gehabt hätte, hätte es den Entwicklungsrückstand in den Gesundheitsberufen zu anderen europäischen Ländern schon vor Jahrzehnten aufgeholt, ist in Deutschland so unsichtbar, dass es im Nebel aller Konjunktive verschwindet. Deutschland setzt, anders als andere Länder, auf Minderqualifizierte und Hilfsberufe, die noch nicht einmal eine dreijährige Ausbildung haben, um die Personallücken vor allem kostengünstig in der Pflege zu schließen. Das dient vor allem der gewinnmaximierenden Gesundheitswirtschaft. Der Gesundheit allerdings, die staatliche Daseinsfürsorge sein sollte, dient es nachweislich nicht. Täglich stürzt, statistisch gesehen, ein Flugzeug über Deutschland ab, und das nur, weil wir gesagt haben, dass es zu teuer wäre, einen Piloten zu qualifizieren, der es sicher steuern könnte. Wer billig kauft, so sagt ein Sprichwort, kauft und zahlt zweimal. Doch Leben sind nicht nachzukaufen. Wann hat die Gesundheitspolitik vergessen, dass Leben deshalb heilig ist?

4. Welle, selbe Leier. Von Pflegenden, die wieder Helden sind und erschöpften Journalisten

Die vierte Welle rollt. Haushoch rollt sie und wälzt alles nieder, was sich ungeimpft an den Strand des sorglosen Lebens gelegt hat. Wieder müssen Pflegende 12h- Schichten schieben, aber was die Leute eigentlich empört ist, dass auch die Krematorien jetzt am Sonntag feuern dürfen. Am Sonntag! Das muss man sich mal vorstellen. Das andere, das mit der Pflege, die jetzt anderthalb Tage arbeitet, das kennen sie ja schon. Applaus, Applaus. Jaja, aber die KREMATORIEN!

Wir sind eine Menge gewesen in den letzten zwei Jahren. Ich habe es in der Reihenfolge in Erinnerung: Systemrelevant, Helden, Gebenedeite unter den Applaus Erhaltenden, Lavendelbeschenkte, Bekekste, zu Weihnachten kamen auch Stollen und es wurden ganz viele Bilder mit Ärzten geschossen von Politikern, um – ähm- der Pflege zu danken. Dann waren wir die Deppen der Nation, dreiste Streiker, undankbar , weil unser Job so sicher ist (270 tote Kollegen finden das nicht, ab er was weiß ich schon?), Vergessene, die, die Steuern auf den Coronabonus zahlen sollten, den sie nicht bekommen haben, Mörder, von der Regierung bezahlte Schauspieler, und die Angeschissenen der Nation in many ways.

Heute habe ich den Spiegel aufgeschlagen. Kollege Jorde grüßt von der Titelseite. Da war auch mal fällig, den hatte man in den ersten drei Wellen ja gar nicht auf Titelblättern gesehen. Aber Gottlob hatte ihn Franzi zum Filmpreis mitgenommen. Zu dem, bei dem die Schauspieler nicht klatschen wollten.

Nun geht die Leier wieder von vorne los. Wir sind wieder wer, wir sind Helden. „Auch Ricardo Lange steht mitten in der viertel Welle“ titelte ein Blättchen. Und sogar wir vom Europäischen Pflegerat haben uns die Hacken abgedreht (wird aber immer wieder verschoben), in Kameras gelächelt, erklärt, gemahnt.

Man munkelt auch wieder von einem Bonus, den es geben soll. Alles wieder von vorne.

Die Journalisten, die bei mir anrufen, sind müde und verzweifelt. Einer sagt es ganz offen: „Meinem Chef wäre es so am liebsten: „Suchen Sie einen Pfleger, der zu lange im OP stehen musste, dem sie deshalb ein Bein abgenommen haben und der nun im Regen Pakete ausfahren muss – einbeinig!“ . Die Lust am Leid der Pflege volksseitig muss befriedigt werden. Wer nichtmal einen kleinen Schatten unter den Augen als Augenring vorweisen kann, gilt als kamerauntauglich. Man muss es spüren, dieses Leid. Nur dann laufen die Klicks.

Ich bin so etwas wie die Paketannahmestelle der Verzweifelten geworden. Kennen Sie einen Coronaleugner in der Pflege? Können Sie mir einen Pflexiter vermitteln? Was mit „Ausländern“? Ich komme mir vor wie bei Pflege-Amazon oder bei Presse-Pflege-Tinder.

Denn man muss Stories schreiben, aber sie dürfen sich nicht wiederholen, die Stories in dieser Endlosschleife des Pandemieirrsinns, bei dem sich alles wiederholt wie am Murmeltiertag.

Letztens hat es mir gereicht. Nein, Sie bekommen keinen verdammten Pflege-Querdenker von mir. Ich habe die Nase voll, dass man weder zwischen Pflege und Hilfspflege differenziert und dann unbedingt „so einem“ Bühne geben will, anhand dem dann 1,3 Millionen Pflegende zu Narren diffamiert werden.

Wer schreiben will, sollte mal ein Augenmerk darauf lenken, wie das ist, im Impfzentrum von Verweigerern angegriffen, als Mörder betitelt und bespuckt zu werden. Überhaupt ist bespucken ja in dieser Tage. Es wird gespuckt auf der Psychiatrie, auf Notaufnahmen, auf Normalstationen. Selig die Kollegen auf der ICU, die selbst entscheiden, wann ihnen der abgesaugte Rotz voller Viren um die Ohren saust.

In einem Land voller Narren, die nun unter den Ungeimpften in der Pflege ihren Sündenbock gefunden haben, dafür, dass ungeimpfte Besucher das Virus einschleppen durften, aber die Pflege die Böse ist, sind alle durchgeknallt und auf der Suche nach etwas, das medial knallt. Das Schlimme muss immer schlimmer werden, es benötigt weitere Steigerungen.

Logik gibt es schon lange keine mehr. Niemand fragt nach Hygienemaßnahmen, oder danach, ob es genügend Schutzkittel oder Masken gibt oder gab – in diesen Heimen, in denen das angeblich Böse wohnt.

Die ersten Kollegen berichten wieder davon, positiv arbeiten zu müssen und wieder fragt einer, ob er arbeiten muss, wenn man ihm keine Schutzkittel zur Verfügung stellen kann. -> Nein, muss er nicht.

Nebenbei pöbeln Angehörige, dass der Ausbildungsbeitrag um 60 Cent erhöht wurde. Unzumutbar. jetzt wollen die auch noch Geld. Dabei war doch gerade alles so schön billig.

Alles soll sich ändern aber bleiben, wie es ist.

Was diese Menschen noch nicht geschnallt haben: es wird nie mehr so, wie es war. Keine 5000 Euro können das bezahlen, was Ihr angerichtet habt. Sie heilen nicht die LongCovid-Erkrankungen der Kollegen, die in der ersten Welle erwischt wurden – ohne Isomaterial. Sie bringen die Toten nicht wieder, beheben keinen Burnout.

Eines aber hat sich geändert. Und das ist as einzig Positive! Nie starben so viele wie gerade, nie waren die Zahlen so hoch. Es gibt aber Nudeln und Scheißhauspapier. Halleluja!

Zum Sterben schnell ins Heim?

Hervorgehoben

In meinen Kommentaren fand sich dieser.

Es geht um die Frage, ob derzeit zum Sterben schnell ins Heim abgeschoben wird.

Wie sind Eure Erfahrungen derzeit?

Liebe Monja, liebe Mitleser. Ich arbeite in der Altenpflege und habe quasi life eine ernstgemeinte Frage an alle aus der Krankenpflege und der Altenpflege. Bitte löschen, Monja, wenn es gar nicht passt, Du hast einfach eine größere Reichweite als ich und bei mir im Blog passt es nicht. Wie mein Name vielleicht erahnen lässt, kann ich leider nicht sagen, wo genau ich wohne, nur: In der AP im Umkreis wird die Empörung immer lauter und kommt aus mehreren Ecken – und es nimmt beängstigende Ausmaße an. Und ich bin neugierig: ich möchte wissen, ob das ein lokales Phänomen ist, was hier passiert. Es geht um Folgendes: Die Altenpflegeheime bekommen seit Wochen täglich deutlich mehr Anfragen zur Kurzzeitpflege von den sozialen Diensten der Krankenhäuser als normal : Pflegegrad beantragt, laut Arztbrief erstmal 2, aber laut Einstufung mindestens 4, guter AZ bis auf Z.n. Irgendwas , bissle dement eventuell, Langzeitpflege angestrebt … Alltag ohne viel Aufwand, wenn´s denn stimmen würde; von MRSE,VRE und andren Nettigkeiten, die eine Unterbringung in einem Einzelzimmer zwingend notwendig machen ist gar keine Rede mehr – erst wenn die zukünftigen Bewohner schon in der Tür stehen, fällt das Mal so nebenbei, aber das „wär doch kein Problem“ …. ööhm … die meisten Pflegeeinrichtungen haben zumindest bis 2027 noch Doppelzimmer – – – – – – Und ab jetzt liest bitte nur jemand weiter, der wirklich und tatsächlich NICHT den Moralaposten spielen will, politisch einen raushauen will oder anderweitig keine Ahnung hat, von was er spricht, sondern AUSSCHLIEßLICH Personal, das direkt am Bett steht und mir sagen kann, ob es auch in der KP neue Anweisungen gibt, von denen kaum jemand weiß, der nicht täglich damit konfrontiert wird!!!! Los geht´s, Beispiele der letzten Wochen, die nur die Spitze des Eisbergs sind und sich mehren: Da kommt ein vitaler Mensch, PG 3 ( laut Arztbrief so angekündigt ) mit einem HB von 6,5 und bekannter Anämie bei uns an, der war kurz darauf nicht mehr ansprechbar, weil wir so lange mit dem Taxifahrer und der Polizei diskutieren mussten, dass wir diesen Menschen in dem Zustand auf gar keinen Fall aufnehmen und dass der Mann sofort wieder ins Krankenhaus gehört – wobei uns scheißegal ist, wer den Transport zahlt. Nett war auch die Dame, deren Extremititäten bereits zu marmorieren begannen, die in einem Krankentransport ( sitzend !!!!) gebracht wurde, die haben wir auch postwendend wieder zurück geschickt. Und die Angehörigen über den bevorstehenden Tod informiert. Ganz klasse war der angebliche Arzt, der mich ernsthaft darüber belehren wollte, dass bei einem Patienten 5 Tage nach Feststellung von Covid der folgende PCR Test eh nicht mehr aussagekräftig wäre und der wegen Long Covid auch nie wieder negativ würde und dass eine Isolation folglich nicht nötig wäre ( … der Patient verstarb 2 Nächte später im KH, berichteten die Angehörigen ). Und der „Arzt“ konnte überhaupt nicht verstehen, dass hier das Gesundheitsamt klare Regelungen getroffen hat: Aufnahme zur KZP mit positivem PCR Test ist untersagt. Punkt. Bewohner, die von Euch kommen, sind momentan gefühlt echt sehr selten Dauergäste und das liegt nicht in der KZP begründet, sondern die werden alle raus getragen. Arztbrief und Wirklichkeit klaffen immer weiter auseinander; Angehörige lügen, dass sich die Balken biegen, nur um einen Platz zu ergattern und bieten zum Teil „Spenden gegen Platz“ an. Ein Arzt war wenigstens so anständig, die Hinlauftendenz und Fremdaggression vor der Neuaufnahme mit Rat zur Unterbringung zu erwähnen, was derzeit überhaupt nicht mehr selbstverständlich ist – wir sind ein offenes Haus, ohne diesen Hinweis hätten wir ein richtiges Problem bekommen – na danke. Steinerweichend die Ehefrau, die sagte, wir könnten ihren Mann auch in den Keller stellen, es würd reichen, wenn ab und zu mal jemand guckt, aber er müsse schnell aus dem KH und sie könne ihn nicht pflegen, Deku Grad 4, Taschenbildung, nekrotisch an den Rändern. Kein Wort mehr von palliativ in den Arztbriefen – und wir „dürfen“ seit Wochen so oft den Bestatter rufen, so oft kurz nach Heimeinzug den neuen Bewohner wieder zurück ins Krankenhaus schicken, wo er/sie dann verstirbt ………..von den Angehörigen, deren Verwandte seit Jahren in einer Einrichtung leben, gar nicht zu reden, die sich wegen der hohen Fluktuationsrate richtig Sorgen machen – wenn ich die Zeit, die ich derzeit ( befeuert durch die Medien ) damit verbringen muss, unsre Schutzmassnahmen zu erklären, nur einmal für die Bewohner übrig hätte – man, was hätten wir dann ne coole Besetzung! Wie oft kommen die Leute Freitags nachmittags aus dem KH und haben nicht mal Medis für 3 Tage mit und auch keine Rezepte? Klar, ihr vom KH seid nicht dazu verpfichtet … aber die Heime haben keine Ärzte in Bereitschaft und wenn es ganz blöd läuft sind auch noch Feiertage und der Mensch hat dann auch gern mal 5 Tage keine Medikamente, weil wir die gar nicht bevorraten dürfen und auch nicht von „andren nehmen“ ( wird auch gern vorgeschlagen ). Von BTM gar nicht zu reden. Okay, ich weiß, dass eine Unterbringung vom KH aus in die Heime sehr schwer geworden ist. Das liegt daran, dass diese seit der neuesten Gesetzesänderung nur noch zögerlich Verträge mit Patienten aus dem KH abschließen – Heimrecht im Sozialgesetzbuch, still und heimlich durchgesetzt und zum Nachteil der Heimbetreiber geändert. Vorher konnten die Heime Verträge abschließen, wenn ihr uns gemeldet habt: Aufnahme ab Tag x möglich, Betreuung und Sozialhilfe beantragt. Ab dem Tag lief der Vertrag und auch wenn sich der tatsächliche Einzug verzögerte oder jemand Zahlungsschwierigkeiten hatte, konnten wir einen gewissen Betrag garantiert abrechnen – die Zimmer frei zu halten, war also kein Problem. Seit Monaten schon gilt: Zahlung erst ab Einzugstag. Reservierung nicht mehr möglich und gefühlt wird es seitdem immer schlimmer, die Wartelisten immer länger und die Anfragen immer drängender. Die meisten Heime sind einfach voll und wer eine Chance auf einen Platz haben will, hat einiges vor sich. Im Voraus vorzulegen von einem Bevollmächtigten: gültige Vollmachten, bestenfalls von einem bereits vorhandenen Berufsbetreuer; eine dokumentenechte aktuelle Bescheinigung über die Freiheit von Infektionskrankheiten; eine Rentenübersicht sowie Kontoauszüge und Lastschriftmandat und einiges mehr. Fehlt etwas davon – wird die Aufnahme rigoros abgelehnt, es stehen viel zu viele hintendran und schon das alles zu Beschaffen überfordert die meisten. . Grund für diese Haltung: die Heime in Deutschland sitzen auf Millionen von Kosten, die durch zahlungsunwillige Kurzzeit-Bewohner; Kinder, denen Geld wichtiger war als die Eltern im Heim; Falschangaben; dem Nicht-Regeln von Behördengängen ect verursacht wurden und die alle über die Gerichte eingeklagt werden müssen, bezahlt häufig letzlich von Steuergeldern. Ich lebe in einer Großstadt, wir haben mehrere Kliniken hier, IS nirgends voll belegt, daher kann ich persönlich keinen Zusammenhang zu Corona entdecken ( wenn die Zahlen stimmen ) – und aus allen kommen trotzdem Hilferufe von den sozialen Diensten und Angehörigen, die absolut in keinem Heim mehr einen Platz finden ( und wir haben davon 36 offene und 3 mit gesetzlicher Unterbringung, also Platz für 10% der Gesamtbevölkerung der Stadt ist vorhanden, hat bisher locker gereicht ). Ist das nur ein lokales Phänomen? Kennt Ihr diese Häufung von „ich werd das Gefühl nicht los, dass die Krankenhäuser die Sterberate mit Gewalt verkleinern“ aus Eurer Gegend auch – und wenn ja, könnt ihr mir erklären, was zur Hölle gerade in den Kliniken los ist? Hat das Kostengründe? Platzmangel? Absoluter Personalnotstand? Dienstanweisung: Sterberaten drücken? Ich möchte keine Grundsatzdiskussion, ich möchte nur ehrlich wissen, warum so viele Menschen kurz vor ihrem Tod seit Neustem in die Heime verlegt werden sollen ( die nebenbei auch so schon überlastet sind, auch ohne wöchentlich mehrere SIS anlegen zu müssen, Sterbebegleitung zu leisten und Neueinzüge zu regeln, für die dann wenn´s dumm läuft auch noch eine Iso nötig ist ). Vielleicht hab ich auch nur ein Brett vor dem Kopf und mir fehlt ein Stück Wissen – ich bin auf jeden Fall für Erklärungen offen. Danke im Voraus!

Endlich Live aus dem Klinikum senden.

Heute überraschte uns @hospitalporter auf Twitter mit der Nachricht, dass seine Klinik überlege, Lifestreams aus den Häusern zu senden. Da so viele auf Dokus aus den Krankenhäusern abgehen, und meinen, ich nörgele nur, habe ich mich entschlossen, das super zu finden und das Projekt in jedem Fall zu unterstützen.

Endlich gäbe es Aufmerksamkeit nicht nur für Stars. Jeder wird Star sein. Gut, ob er will oder nicht, aber man muss das große Ganze sehen. Immerhin verlangt die Pflege ein Einstiegsgehalt von 4000 Euro, das will ja irgendwie finanziert werden. Und natürlich wollen alle, dass die Gesellschaft endlich weiß, wie es wirklich ist.

Deshalb lasse ich mich nicht mit ein paar Ideen lumpen.

Zuerst einmal denke ich, man muss das Projekt ja nicht auf Zugucken beschränken. Weshalb eigentlich kann man nicht über Jochen Schweizer Erlebnisgutscheine Herzoperationen verticken? Da kann dann jeder für einen kleinen Obolus mal die Haken halten, dabei sein. Das geht nicht nur ans Herz, das geht ins Herz. Und um Herz gehts doch. Als Gadget kann man sich dann ein OP-Oberteil mitnehmen. Bioklappe! Ich war dabei! Und danach gibt es Schweine-Herzragout in der Klinikkantine als den besonderen Kick.

Jahrelang hat die Pornoindustrie den echten Kliniken Gemeinerweise den Rang abgelaufen. Das echte Geld wird doch eh auf YouTube gemacht. Also los, legt Euch ins Zeug. Wenn wir massenhaft Videos hochladen, wo man gaaaaaanz junge Schwestern gaaaaaaaanz langsam gaaaaaaanz alte Männer waschen sieht, begründen wir einen neuen Trend. Das gibt Likes ohne Ende. Und auf Likes kommt es doch an. Dabei schön alle 2 Minuten die eigenen Lippen lecken, das geht ab „vong Like her“ wie Schmitts Katze.

Stuhlgangfetische, Urinfetische. All die Jahre taten wir es falsch! Statt Privatsphäre zu schützen, muss man heute ein bisschen exhibitionistisch sein, wenn man was erreichen will. Also hoch die Becken, in die Kamera. Ich sehe uns ein ganzes Imperium aufbauen, ja quasi die monetäre Weltherrschaft durch Pflegetube-Videos erreichen.

Natürlich muss ein Fans Only Zugang möglich sein. Für, sagen wir, 19,99 Euro kann man dafür den erschöpften Kollegen beim Heulen auf dem Klo zugucken. Die dürfen sich nur nicht so anstellen und müssen sich bis zur Sendezeit einfach zusammenreißen. Von dem Geld kann man wenigstens eine Leihkraft anstellen, ohne dass es ins Geld geht, dann war das Mimimimi wenigstens zu irgendwas gut. Traumapornkanal, YEAH!

UMKLEIDEVIDEOS! Das muss nunmal sein. Damit kann man schon eine Zielgruppe ab 14 Jahren erreichen.

Für einen Fans Only XXL Zugang könnte aus dem Lifestream dann ein LIfescream werden. Voll gut! Abgehackte Beine, abgehackte Finger. Man weiß doch, wann die Discounter wieder die Kreissägen anbieten. Natürlich darf der Zugang nur ab 18 sein. Wir sagen einfach, das dient der Aufklärung über die Gefährlichkeit von Haushaltsgeräten. ZNA-Porn in der Endstufe.

Aber nicht alle haben das große Geld.

Ich schlage vor: REA zugucken, 1 Euro

Klogang 2,50

Endlich kann Pflege dazu beitragen, sich selbst zu finanzieren.

Dass mir hier keiner nölt. Ihr wart doch für Aufmerksamkeit um jeden Preis, ich war für Aufmerksamkeit durch Profis. Das ist der Kompromiss. Jetzt kann jeder ein Star werden, ob er will, oder nicht.

Jeder Patient. Das verringert auch Besuchszeiten, denn jetzt kann jeder Omi-Nightwatch machen. Auch da sind die Möglichkeiten unendlich. Jetzt kann jeder mal ne Sitzwache machen. Da machen wir gleich telenursing draus. Dann kann die echte Nurse arbeiten und die Zuschauer übernehmen die virtuellen Zimmerrunden. Im Minutentakt. Was soll da schiefgehen?

Das wird der nächste Hype auf der Exklusivstation. Die nämlich lassen wir nicht überwache….. äh… streamen. Dann will da jeder hin. Das wird wie Squidgame. Nur mit Kliniken. Und es kann jeden treffen.

„Geh zurück ans Bett, Miss Piggy!“ Der Mann den Fame, die Frau den Hate. Der kleine Unterschied.

Zwei sehr bekannte Pflegeaktivisten, ein Mann und eine Frau, unterstützen unabhängig voneinander eine pflegepolitische Performance. Pflegende stellen sich ans Kreuz und mahnen an, dass es mit der Nächstenliebe gegenüber Pflegenden nicht weit her sei. Passion Pflege heißt die Gruppe, die Protest zu Performanz umgearbeitet hat und sich in regelmäßigen Abständen an prominenten Orten der Hauptstadt sehen lässt.

Wenige Stunden später bricht die virtuelle Hölle über die Unterstützung herein. Hatespeech, übelste Beleidigungen, Drohungen, Drohungen auch gegen die Kinder. Die Frau muss den Post löschen, so übel wütet der Shitstorm in ihrem Postfach und unter ihrem Posting. Sogar Kollegen beteiligen sich hämisch.

Der Mann spürt davon nichts, außer wundervollsten Dank, dass er sich für die Pflege einsetzt. Er kommt davon. Was für ein Held.

Ein Mann und eine Frau setzen sich pflegepolitisch ein, sprechen öffentlich über die Missstände. Die Frau wird gekündigt. Monatelang bekommt sie keinen Job, denn sie hat ein Spiegelinterview gegeben. Es juckt genau keinen.

Der Mann wird als Zeitarbeiter von seiner Klinik nicht mehr gebucht. Das ist nicht weiter schlimm, denn er kann in anderen Kliniken arbeiten. Die Presse hakt aus ob der Ungerechtigkeit, obwohl der Mann nicht existentiell bedroht ist. Im Internet wird der Mann bedauert, dem so eine Ungerechtigkeit widerfährt. Katrin Göring-Eckhart von Die Grünen solidarisiert sich mit ihm. Die gekündigte Frau in Existenznot hat nie von wem gehört.

Die Frau, die das vorsichtig richtigstellt, dass eine Stornierung mitnichten eine Kündigung ist, erhält einen Shitstorm vom Kumpel des gar nicht so armen Opfers. Sie sei männerfeindlich, eine alte knurrige Frau, und sie solle den Mund halten, wenn sie was ändern will und zurück ans Bett zum Arbeiten gehen. Ricardo Lange „gefällt das „. Als sie den Mund nicht hält, wird ihr unterstellt, psychisch krank zu sein. Bipolar. Logisch, wer als Frau nicht hört, mit dem stimmt was nicht.

Schauspieler entern eine Klinik, um dort ein bisschen zu pflegen. Eine Frau findet, das kann man nicht bringen. Eine Klinik ist kein Zoo sagt sie. Zwei Tage später geht sie in eine Talkshow, der Mann setzt einen Tweet mit einem nun ähnlichen Wortlaut ab. Der Mann bekommt nicht nur die Schlagzeile, sondern auch die Zustimmung. DAS GEHT GAR NICHT mit den Schauspielern. Die Frau? Sieht aus wie Miss Piggy und soll den Mund halten. Das findet auch einer der Schauspieler aus dem Format. Sie soll den Mund halten. Als sie das nicht akzeptiert, emotionalisiert er sie. Voller Hass sei sie. So ist das, wenn Rapunzel sich selber retten will. Dem Ritter gefällt das nicht.

Interessant an den Geschichten ist, wie die Verteilung des öffentlichen Raums vor sich geht und wer für Pflege sprechen darf, wenn man das mal aus einer Genderperspektive betrachtet. Die Frau, die den Shitstorm für Passion Pflege bekam, ist jung und schön. „Die würde ich gerne mal bumsen“ schreiben User unter ihr Foto. Und fragen sie, warum sie sich überhaupt für Pflege einsetzt, warum sie das wagt. Sie hat doch einen Arzt geheiratet. Da darf man nicht mehr fordern. Als sei 2021 das Glück, einen Mediziner abbekommen zu haben und berufspolitische Ungerechtigkeit damit entschädigt. Die man eben nur bekommt, wenn man jung und schön und so ist.

Die zweite Frau ist älter. Sie darf nun nicht mehr für Pflege sprechen, weil sie ihre Fertilität hinter sich hat. Sprechen das dürfen Männer wie Sandro Pé, Alexander Jorde und Ricardo Lange. Arbeiten sollen die Frauen leise sein und sich fügen. Jede zweite dieser Frauen hat laut Statistiken Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im Job.

Wenn zwei das Gleiche sagen dann ist es noch lange nicht das selbe. Die Frau soll nämlich gefallen, wenn sie schon den Mund aufmacht. Auch ihre Worte sollen gefallen.

2021 und die Frauen, die zu 80% in diesem Beruf arbeiten, werden gesilenced und Männer aus dem Beruf bemitleiden sich selbst als Opfer von Sexismus gegen Männer, wenn diese Problematik angesprochen wird. Wirrer wird es nicht mehr. Die Blonde hat nur ein Recht, nämlich zurück ans Bett, hopp hopp, oder den Shitstorm mit all seinen verbalen Konsequenzen abbekommen, samt den Vergewaltigungswünschen und der angekündigten Gewalt gegen ihre Kinder. Und bloß nichts benennen, denn das wäre Zickenterror, Hysterie, nicht rational und einfach creepy mimimi.

Das ist beachtlich, weil Männern so der öffentliche Raum überlassen werden soll, in dem sie genauso überproportional vertreten sind wie in Leitungspositionen. Schon das trägt die Misogynie vom Krankenbett hinaus in den öffentlichen Raum zurück, wo Frauen nichts zu suchen haben, wenn es nach der Öffentlichkeit geht. Wie im Altertum, als Frauen hinter Mauern pflegten und nur die Männer öffentlich reden sollen, hat sich dieses Prinzip bis heute erhalten.

Wir kommen nicht drumrum, das Ganze vielleicht einfach mal umzudrehen. Vielleicht hilft wirklich nur noch eine Quote der Frauen, die über den weiblich besetzten Beruf reden.

In Berlin streikten seit einem Monat Frauen für ihren Beruf. Sie wurden medial nicht gehört. Als ich das thematisierte, regten sich Genderkritiker auf, dass ich nur die Frauen nannte. „Da waren doch auch Männer! Das ist unfair!“ Ach, guck an, plötzlich ist „mitgemeint sein“ doch nicht so geil, wenn Männer mal mitgemeint sind. Da wird auch der toxischste Kerl gleich ganz vulnerabel.

Nein, dieser Raum um über Pflege zu reden, der wird nie wieder frei von Frauen sein. Es wird Zeit, dass wir auch das sichtbar machen. Es ist Teil des Problems.

Dr. Mai von der Pflegekammer sagte mir auf einem Pflegetag mal, es bräuchte keine Emanzipation in der Pflege. Gut, dass ein Mann das beurteilt.

#Herzblutaufgabe my ass. Promis gehen Pflege spannern als Geschäfts-und Unterhaltungskonzept ist widerlich!

Jahrelang, ach, was sage ich, Jahrzehntelang, hat der Notstand keine Sau interessiert. Egal, welche Berichte seit den 1920ern laufen, egal, ob in Berlin gestreikt wird, es juckt einfach niemanden.

Aber seit #nichtselbstverständlich eine GoPro an eine Pflegefachfrau geklemmt hat und ganz Deutschland vor lauter Pandemielangeweile nicht mehr wusste, wie leer man YouTube gucken kann, besteht ein Bedarf an Bildern. Bilder, die alltäglich sind. Kranke Menschen! Und Menschen am Rande des Nervenzusammenbruchs, die diese Menschen pflegen. Geil! Zwei Seiten Katatstrophentourismus von der Couch aus! Two in one! Da kann man Hammer mit der fetten Chipstüte vor dem Flatscreen abhängen und sich mal live Leid reindrehen. Gönn Dir, Bro!

Ich war schon nicht begeistert vom ersten Format. Aber das da schlägt dem Fass die Krone aus!

Da latschen Promis, die sonst für keine weiteren Engagements bezüglich Pflege haben genüsslich in eine Klinik (für Geld macht man alles, sogar Pflege, wenn es ernst wird, gell?) und laufen mit einer Zitat! „Pfleger*in“ mit.

Für die eigenen Schüler hat Pflege keine Zeit, aber wenn Leute wie Jenny Elvers und Patrick Lindner und Lilly Becker eine Klinik für Kohle stürmen, dann muss Zeit gemacht werden. Mir wäre nicht bekannt, dass die irgendwelche Befähigung hätten, sich Pflege zu widmen. Vielleicht ist der eine oder andere mal Im Nurse-Kostüm irgendwo langgelaufen. Und dann noch dieser Hashtag. Herzensangelegenheit. Pflege mit Herz!

Es ist so ekelhaft, wie das Paradigma des 19. Jahrhunderts wieder ausgepackt wird, und irgendwelche Gestalten, um sich selbst zu promoten, in eine Klinik düsen, um mal richtig für Kohle Händchen zu halten. Die aktuellen Bilder haben wohl nicht gereicht. Immerhin gab es ja n Fernsehpreis. Dafür aufgestanden bei den Standing Ovation sind die Promis nicht gerne, aber selber einen kriegen, mal richtig schön gucken, das ist was.

Die Branche liegt, im Gegensatz zu Pflege, lahm in der Pandemie. Und deshalb vereint sich jetzt alles, was vorher außer bei der eigenen Schönheitsoperation noch keine Klinik von innen wahrnehmen wollte, um zu helfen. Vong Sichtbarkeit her! Ich kriege das kalte Brechen.

Ich bin es leid. Noch vor einem Jahr wurde Promis der Zugang zu Kliniken zurecht verwehrt. Eine Klinik ist kein verdammter Zoo.

Woher nehmen die das Recht, das Thema jetzt so auszuschlachten? Jahrelang hat Sat keine Pflegefachfrau zum Diskutieren eingeladen. Jahrelang war das Thema scheißegal. Und nun, w o Pflege langsam für sich spricht, braucht es Jenny Elvers und Lilly und irgendwelche Barden? Gab es nirgendwo einen gesicherten Dreh für einen Krimi oder Schiller?

DAs ist nicht die Pflege retten, das ist sich auf Kosten von Pflege profilieren. Und es ist – nochmal – in meinen Augen unzumutbar, instrumentalisiert Pflegende und macht sie zum Popanz.

Pflege wird bereits genug zum Popanz gemacht, zum Deppen der Nation. Es tut nicht Not, jetzt aus einer Klink Dschungelcamp Charité für die dritte Liga der cracky Musen zu machen. Bettpfannen und Tränen statt Ziegenhoden, oder was?

ICH MÖCHTE DIESE VERMARKTUNG DER DASEINSFÜRSORGE NICHT!

Nie sah Euch jemand an seinen Veranstaltungen, nie auch nur ein Wort. Aber nun. Denn irgendwo muss man ja den nächsten Flash hernehmen.
Und Pflege klatscht dazu noch Beifall.

Krankenschwestern müssen keine Promis spielen. Sie sind selber welche. Im Gegensatz zu irgendwelchen musengeküssten Gestalten stehen die in anderen Ländern im Museum und haben eigene Museen. Weil sie politisch etwas bewirkt haben. Nur hier in diesem Land tobt sich auf Kosten der Pflege noch die Muppetsshow aus, und das Thema auszuschlachten, ohne es zu ändern.

Wer auch immer diese Klinik war. Schämt Euch.

Und was die Sender angeht: seit WOCHEN kein Wort zum Streik, kein Bericht. Aber jetzt gehts um Emotionen-Bilder. Da muss jeder zuschlagen. So eine Chance kommt nie wieder, gell?

ES wieder mich nur noch an.

Und steckt Euch Eure Fernsehpreise sonstwohin, zusammen mit jedem Applaus!

Zum richtigen Arbeiten war keine Zeit wegen der Ruhezeiten!

Echt jetzt? Ihr verarscht uns doch!

Pflege oder sich zum Horst machen für Likes? Was mich an TikTok und Insta Selbstdarstellungen nervt

Früher, als alles genauso schlecht war wie heute, hat man beim Witzeerzählen die Tür zugemacht, weil die Witze so derb waren, die Pflege gemacht hat, dass die am Besten keiner hörte und auch am Teamtisch schüttelten wir den Kopf. Manches geht einfach nicht. Trotzdem lief er jahrelang. „Was ist 30 Meter lang und riecht nach Pi…. Urin?“ -> eine Polonaise im Altenheim. Höhöhö so funny. NICHT!

Ich mag Humor, vor allem Britischen und Wortwitze. Aber manches, vielleicht, weil ich alt bin, verträgt sich nicht mit meinem Ethikverständnis.

Ich weiß noch, dass wir jedes Bild, in dem uns Firmen als Berufsgruppe zum Narren halten, wo wir als feiste Einhörner Kuchen essen oder als Horsts der Nation in Imagekampagnen gezeigt werden, empört diskutieren. DAS ist doch nicht Pflege. Das verletzt uns moralisch. Wir wollen als Profession ernstgenommen werden.

Tja. Und dann gibt es Insta und TikTok.

Da beschmieren sich Pflegende mit Nutella und verhöhnen Menschen mit Demenz indem sie Stuhlschmieren imitieren. Da besetzt einer ein Patientenbad, um sich wie ein Horst selbst zu duschen, weil höhöhö so funny, Waschtag ist. Da singen Pflegende Schlager nach und konstruieren Situationen.

Und ich gucke mir das von außen an und frage mich, ob ich Euch als Profession ernst nehmen soll? Das kann ich nicht. Aber gelikt werden diese Beiträge in Massen und geben dem, der sich zum Deppen macht, das Gefühl, alles richtig zu machen.

Kann man denn nicht ein bisschen Spaß haben? Klar. Hab Spaß. Aber komm dann auch damit klar, dass niemand für voll nimmt, wenn Ihr Euch auf die Straße stellt und sagt,Ihr hättet einen total harten Job, der total wichtig ist. Das nimmt Euch niemand so ab.

Ihr vergesst, dass Menschen nicht die Einblicke haben. Davor haben wir schon beim Jerusalemavideo gewarnt. Und prompt bediente sich eine radikale Verweigerungspolitikszene dieses Videos. Kann ja nicht so schlimm sein mit Corona, die tanzen da in Massen. Die haben Zeit.

Alles, wirklich alles ist sichtbar. Weshalb sollte ich jemanden als Professional ernst nehmen, der sich selbst mit dem Duschhahn übergießt? Weshalb sollte ich meinen, die kämpfen für Würde, wenn die sich mit Nutella einschmieren, um dementiell Erkrankte zu verarschen?

Doch, man darf Humor. Aber, da ist die Crux. Nicht alles, was platt ist, ist Humor.

Wir befinden uns in einer schwierigen Phase. Mit Likes kann man Geld generieren. Aber dann erzählt doch nicht, ihr kämpft für Pflege.

Nein, man muss nicht jedes Mal Händel in Moll abspielen und ein trauriges Gesicht machen.

Aber es muss Euch klar sein, dass Ihr damit ALLE in die Pfanne haut, die sich draußen hinstellen und sagen: Nehmt diesen Beruf ernst, er ist total wichtig.

Wenn Ihr damit leben könnt, macht weiter.

Ihr macht es allen damit nur schwerer.

Lappi erklärt: „Warum es keine Kammer braucht!“

Kommt es Euch auch wie ein Dejavu vor? Wieder protestieren sehr viele gegen eine Pflegekammer, wieder gehen alle aufeinander los. Eine Endlosschleife. Wieder die gleichen Argumente: Wir brauchen eine politische Vertretung versus Pflicht ist blöd.

Auch ein sehr beliebtes Argument ist, dass ja England eine Kammer hat und man deshalb auch eine bräuchte. Ich möchte ein paar neue Argumente ins Spiel bringen.

Das England-Argument.

Die Anglo-amerikanischen Länder sind Vorreiter in vielem. Pflege wird dort studiert, und als ich am Wochenende eine Tagung hatte und mit vielen Kollegen aus Amerika zusammenkam, konnten die die Schlüssel, die ich ihnen nannte nur mit offenem Mund glauben. England ist in nichts Vorbild für Deutschland. Nicht, was das Studium angeht, nicht, was die Aufstellung der verschiedenen Berufsbereiche angeht. Dort gibt es nämlich viel mehr Einsatzgebiete für Pflegende als hier. Deshalb und weil die Leute da sehr eigenverantwortlich verstreut arbeiten, macht eine Registrierung und eine Kammer Sinn. Auch bezüglich mentaler Gesundheit wartet UK mit so einigem auf, weil denen nämlich schon lange klar ist, dass man besser keinen verliert. Hier reicht etwas Heldengeseier und das war es dann. Wenn ich also als Land nicht habe, was England bietet, brauche ich auch das Instrument nicht, dass das Verwalten des Berufs unabdingbar macht.

Das Politik-Argument

Bayern, in dem es keine Pflichtmitgliedschaft gibt und wo die VdPB gratis ist, macht vor, dass es auch anders geht. Ja, ist das Gegenargument, aber dann sprechen die ja gar nicht für alle. Doch, das tun sie. Während ich von der Kammer nichts außer Blabla höre und von feierlichen Versprechen, wie artig alle sein sollen, hat Bayern eine epochale Studie verfasst. Anhand von Bevölkerungsdichte und anderen Parametern wie Kliniken und anderen Versorgungseinheiten, haben sie sehr genau den Bedarf berechnet. Und der Bedarf geht alle an. Die haben sich richtig ins Zeug gelegt und gearbeitet. Wissenschaftlich gearbeitet und Ergebnisse präsentiert. Ganz ohne dass da jemand Mitglied sein muss (obwohl ich jedem Bayern dazu rate).

Warum England?

Das Hauptargument bildet, dass Pflege politisch vertreten sein muss. Dabei handelt es sich um ein Anhörungsrecht (von dem offenbar keiner außer Bayern, die eben keine Kammer sind, regelmäßig Gebrauch macht). Wer will hier eigentlich was von wem? Die Politik doch von Pflege. Weshalb müssen Pflegende dann diese Anhörung finanzieren? Andere Berater in der Politik verdienen sich astronomische Summen auf den Konten, aber Pflege zahlt für Anhörung? Das ist doch absurd.

China hat zum Beispiel das gleiche demographische Problem der überlasteten Gesellschaft. Die haben – zack- ein Bylaw geschaffen. Da hat Pflege die PFLICHT, politische Vorschläge zu machen, damit die Sache läuft. es geht JEDEN an. Und nicht nur eine Elite. Hier hingegen kriegt man nichtmal Antworten auf Brandbriefe.

Die Kammer, und ich betone es nochmal, ich bin freiwilliges Mitglied (auch, wenn die Kammer seit 1 Jahr meine Ausweise nicht bereitstellt und ich auch sonst nichts von ihnen höre), braucht so kein Mensch und dass Pflegende das Anhörungsrecht auch noch bezahlen sollen, ist absurd.

Schönen Tag.

Es braucht mehr engagierte Menschen wie in Bayern und ein Bylaw.

Tschüß, Jens, es war nicht alles schlecht!

Wer den letzten Tag im Dienst schonmal hinter sich gebracht hat, der weiß, wie sich das anfühlt, dieses Gefühl, dass einem jetzt mal das Ganz geschmeidig den Buckel runterrutschen kann, dieses „Macht Euren Shice doch alleine, ey!“ und dieses „In meine Arme, Freiheit!“. Dieses Keine-Gefühl. Keine 21 Dienste am Stück mehr, keine Schichten, keine verbale Gewalt mehr, kein Gehetze sondern das pure Lebensglück a la Frederick Freiherr von Furchensumpf: „HETZ! MICH! NICHT!“

Ich frage mich, ob Bundesgesundheitsminister das auch haben. Ob die, nachdem sie ja angetreten waren, um diesen Beruf, den jeder kann, mal ordentlich aufzuräumen, mit einem Seufzer der Erleichterung die Tür runterrutschen bei der Wahl, wenn es keiner sieht. „Endlich raus hier!“, Gott sei Dank! Und ob sie heimlich still und leise ihre private Krankenversicherungskarte küssen, weil ihnen das, was sie da herausgefunden haben, niemals passieren kann. Manche sind gleicher.

Nach einer Weile weiß man, es war nicht alles schlecht. Ich könnte, wenn ich mich bemühen würde, ein paar Dinge aufzählen, die lustig waren. Aber auf 30 Jahre gerechnet waren das so wenige, dass die Rückkehr nicht lohnt. Wie ist das wohl beim BMG? Von BMG Gröhe haben wir nie wieder was gehört. Und vielleicht ist Euch das auch mal aufgefallen: Es äußert sich auch nie ein ehemaliger BMG, dass das alles nicht so schlimm war und dass nicht alles schlecht war. Scheinbar verdrängen sie, wo vergessen nicht reicht.

Es war nicht alles schlecht. Ok, Jens hatte da den Spruch mit den „wenn Pflegekräfte nur 3, 4 Stunden pro Woche mehr arbeiten würden, dann wäre schon viel gewonnen“ und dabei vergessen, dass Teilzeit arbeiten Vollzeit arbeiten mit Teilzeit-Bezahlung ist.

Und hey, er hat wirklich 13.000 neue Stellen in der Pflege geschaffen. Dass es niemanden gibt, der die besetzt, das war ja klar. Das hatte er aber auch nie versprochen. Und 270 sind halt in der Pandemie gestorben. Dann sind es jetzt 13270 Stellen.

Es war nicht alles schlecht, das bezeugen sicher auch die politischen Kollegen, die noch damit beschäftigt sind, ihre Maskenprämie gewinnbringend anzulegen und die Konzerne, die jetzt die Feldbetten, die sie als Intensivbetten verkauft hatten, langsam wieder einklappen – und auch die Kohle zählen.

Leistung, das hat sich ja bewiesen in der Pandemie, lohnt sich wieder. Jedenfalls, wenn man nicht in der Pflege arbeitet, sondern über sie verfügt.

Bundesgesundheitsminister erinnern mich an junge Ärzte, die selbstbewusst auf die ZNA kommen und glauben, sie könnten jetzt die Welt retten. Alles hört auf mein Kommando. Dass das Kommando meistens Schwachsinn ist, davon muss man sie in hartnäckiger Arbeit überzeugen und kaum können sie was, sind sie weg. So ähnlich ist es auch mit Pflegenden und dem BMG.

Jetzt wird es wahrscheinlich einen neuen Minister oder, Gott, steh uns bei, eine neue Ministerin geben. Esken liebt Debatten mit dem Pöbel nicht, wie Rüddel hat sie die meisten Pflegenden blockiert.

Wir sind allerdings darauf eingerichtet und verlagern unsere eindringlichen Botschaften auf andere Medien. Da ist kein Blockieren möglich.

Was oder wer auch immer kommt: es wird neue Imagekampagne geben, wieder werden Pflegende eingeladen werden, um die Selbstinzenierung der Minsiter*IN medial zu spreaden wie das Coronavirus. Alles nochmal von vorne. Und wieder wird ein Berufsfremder denen im Beruf erklären, dass sie von nix ne Ahnung haben und wieder werden 4 Jahre vergehen.

Folgen hat das Ganze nur für Pflegende. Die sind mental durch, werden krank. 4 Jahre, das ist eine halbe Berufsverweildauer. Alle 2 Legislaturperioden flüchtet eine Generation aus dem Job. Anders als in der Politik gibt es aber keine Pensionen in erheblicher Höhe und andere warme Sessel. Es ist ja nicht alles schlecht, als BMG. Die Ansprüche jedenfalls nicht.

Es tut mir auch ein bisschen leid und ich hätte gerne mal mit ihm über seine Desillusionierung geredet. Und ob er Pflegende jetzt politisch ernster nehmen kann, als vor 4 Jahren. Jetzt muss es ein neues Bullshit-Bingo geben und die neuen Ideen abgewartet werden.

Viel Neues ist nicht zu erwarten. Es würde mich nicht wundern, wenn wir das Bullshit-Bingo sogar recyceln könnten. Jedenfalls wäre ich mega neugierig darauf, ob die scheidenden und die ankommenden Minister auch eine Art Übergabe machen. Vor wem sie sich hüten sollen da draußen in der Pflege-Welt und mit wem sich auf Bildern gut lächeln lässt.

Bis all die Entscheidungen durch sind, die anstehen, sind schon die Kirschen reif. Mal gucken, ob mit uns gut Kirschen essen oder Saure-Gurken-Zeit kommt.

Ciao Jens, es war nicht alles schlecht.